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Gusstopf

GusstopfSchaut man heutzutage in eine Küche,dann gibt es da unzählig viele Formen und Arten von Töpfen. Die Meisten dieser Töpfe sind aus Edelstahl. Hier gibt es natürlich verschiedene Formen und Zusammensetzungen aber im Grunde sind alle Haushalte mit Edelstahl Töpfen ausgestattet. Doch es gibt noch mehr Arten von Topfmaterialen, die Verwendung finden können. Beispielsweise Kupfer ist ein Material, dass gern in professionellen Küchen Verwendung findet. In diesem Artikel wollen wir auf ein anderes Material schauen: Gusseisen. Ein Gusstopf kennt bestimmt jeder. Sie sind verschrien als große, klobige und schwere Töpfe, die viel Platz wegnehmen und unhandlich sind.

Ein Gusstopf ist natürlich mehr, als nur der schwere Topf, der im Schrank rum steht und den man eigentlich nie nutzen möchte, weil er so viel wiegt. In Wirklichkeit ist ein Gusstopf eine perfekte Ergänzung zum üblichen Kochgeschirr und sollte in jeder Küche vorkommen. Ein sehr passender Name für den Gusstopf wäre auch Schmortopf. Wenn Sie sich als Feinschmecker bezeichnen und es lieben, mit viel Liebe zum Detail ein Essen zu kochen, dann sollten Sie diesen Artikel aufmerksam durchlesen. Ziel ist es, Ihnen eine Einführung in die Welt des Gusstopf zu geben. Wir werden Ihnen erklären, welche zwei Arten von gusseisernen Töpfen es gibt und wo darin die Unterschiede liegen. Außerdem werden wir Ihnen erklären, was es mit der Patina auf sich hat und warum ein Gusstopf immer besser wird, je öfter man Ihn verwendet. Am Ende des Artikels werden Sie sich in den Gusstöpfe verliebt haben und können es kaum erwarten endlich selbst das Kochen mit einem Gusstopf auszuprobieren.

Die Besonderheiten am Gusstopf

Ein Gusstopf ist aus einem Stück gegossen. Das verrät bereits der Name. Aber wo liegen die Besonderheit dabei? Zunächst einmal ist Gusseisen ein sehr schweres aber auch sehr stabiles Eisen. Durch den Gus besteht der komplette Gusstopf aus einer Form. Dadurch gibt es keine Nahtstellen, an denen Energie verloren gehen bzw. der Topf schneller verschleißen kann.

Die größte Besonderheit liegt aber ganz klar an der Dicke des Topfes. Ein Gusstopf ist sehr schwer, weil er aus sehr viel Eisem gegossen wurde, weswegen er sehr dicke Wände hat. Dadurch kann er sehr viel Wärme aufnehmen und speichern. Wenn Sie große Fleischstücke anbraten wollen, dann haben Sie dadurch den Vorteil, dass der Gusstopf die Temperatur hält.

In einem Edelstahltopf gilt das Wok-Prinzip. Zum Anbraten geben Sie viel Hitze auf den Topf. Es kann dann aber immer nur vereinzelt Bratgut hinzugegeben werden, da die Temperatur sonst zu weit absinkt. In einem Gusstopf ist das anders. Dadurch, dass er so dick ist, kann er sehr viel Wärme speichern. Deshalb sinkt die Temperatur kaum ab. Selbst, wenn Sie große Fleischstücken hineinlegen, können Sie diese von allen Seiten scharf anbraten.

Durch den Hitzespeichereffekt, kann mit Gusstöpfen sehr energiesparend gekocht werden. Einmal aufgeheizt, können Sie die Temperatur zurück drehen und bei kleiner Stufe Ihr Gericht langsam fertig garen. Ein Gusstopf eignet sich somit perfekt für das sogenannte slow-cooking. Das allseits bekannte Pullet Pork, gelingt im Schmortopf aus Gusseisen besonders gut.

Wenn Sie Ihre Gerichte häufig mit Topf zum Garen in den Ofen stellen, benötigen Sie nicht zwingend einen Gusstopf. Die Wärmespeicherfunktion ist im Ofen nicht so relevant, da sowieso permanent Wärme von allen Seiten auf das Kochgeschirr einströmt.

Ebenfalls nützlich ist der Fakt, dass Sie einen Gusstopf auch über einem Feuer verwenden können. Töpfe aus Gusseisen sind sehr stabil und resistent. Deswegen macht Ihnen Feuer nichts aus. Nach dem Garen, hält der Topf das Essen darin auch noch sehr lange warm.

Diese Gusstopf Arten gibt es

Der beschichtete Gusstopf ist ein gern genutzter Topf, da er vielseitig einsetzbar und gleichzeitig extrem Pflegeleicht ist. Der Gusstopf ist mit einer Emailleschicht versiegelt. Dadurch ist er antihaftbeschichtet und kann auch in die Spülmaschine getan werden. Diese Gusstöpfe sind in der Regel etwas teuerer als unbeschichtete Töpfe. Aber in dieser Schicht liegt auch der Nachteil. Durch die Emailleschicht, kann sich keine Patina bilden (Die Patina ist das Besondere am Gusstopf, dazu gleich mehr)

Der unbeschichtete Gusstopf ist der Fels in der Brandung. Ihn bekommt im Grunde nichts klein. Die Art und Weiße, wie mit Ihm gekocht wird bzw. wie er gereinigt wird ist einzigartig. Ein Gusstopf ohne Beschichtung wird nie mit Spülmitteln oder ähnlich gereinigt. Ganz im Gegenteil. Lediglich mit Wasser, am besten sogar nur mit einem Papiertuch wird dieser Topf gereinigt. Dadurch bildet sich die Patina. Das ist eine Fettschicht im Topf, wodurch gleichzeitig ein Antihafteffekt hervorgerufen wird. Dieser schmale Fettfilm enthält außerdem Geschmacksstoffe von vergangenen Braten. Das bedeutet, je länger und je öfter Sie mit diesem Gusstopf kochen, umso mehr Aromastoffe sammeln sich im Topf und werden an die Soße weitergegeben.

Dem durchschnittlichen Hobbykoch mag die Vorgehensweise mit der Patina merkwürdig und unhygienisch vorkommen. Die Patina besteht allerdings nicht aus Bakterien oder ähnlich. Durch das hohe Erhitzen, wird jedes mal alles abgetötet.

Beim Dessertwein ist diese Methode schon seit Jahrhunderte geläufig. In den sogenannten Bodegas wird immer ein kleiner Rest im Faß zurück gelassen und mit neuem Dessertwein aufgefüllt. Dadurch sind selbst im neuen Wein minimale Anteil von den letzten hundert Jahren enthalten, welche den Geschmack um ein vielfaches verfeinern.

Einen Gusstopf richtig pflegen

Der schwache Punkt bei einem Gusstopf ist die dicke Außenwand. Auch wenn das den Topf so besonders macht, liegt genau da sein Schwachpunkt. Vermeiden Sie starke Temperaturschwankungen. Dadurch entstehen sehr starke Zugkräfte, die das Material beschädigend. Lassen Sie eine Gusstopf immer langsam abkühlen. Es ist „Gift“ für den Topf, wenn Sie kaltes Wasser über einen heißen Schmortopf fließen lassen!

Ein beschichteter Gusstopf benötigt kaum Pflege. Er ist robust, wie jeder Topf aus Gusseisen und durch die Emailebeschichtung kann er auch in der Spülmaschine verwendet werden. Überzeugen Sie sich dennoch vor dem Kauf, ob der Topf in die Spülmaschine darf. Manche Gusstöpfe verfärben sich dadurch und werden unbenutzbar.

Bei einem unbeschichteten Gustopf sieht das ganze schon anders aus. Hier müssen einige Sachen beachtet werden, damit der Topf verwendet werden kann bzw. damit die Patina entstehen kann und erhalten bleibt. Spülmittel wirkt fettlösend und zerstört die Patina. Folglich darf ein Gusstopf nur mit klarem Wasser ausgespült werden. Wenn beim Anbraten der Boden etwas anbrennt ist das nicht schlimm. In der Regel ist dieser „angebrannte Bereich“ voller Röst- und Farbstoffe, die durch das lange köcheln gelöst werden und die Soße verfeinern. Dadurch muss man auch nie mit harten Gegenständen wie beispielsweise Topfkratzern in den Topf gehen.

Es empfiehlt sich den Topf nur sanft zu reinigen. Beispielsweise mit einem Papiertuch. Dadurch werden alle groben Rückstände und Schmutzstoffe entfernt und die Patina bleibt unberührt.

Einen Gußtopf mit Noppen im Deckel kaufen

Natürlich wollen wir ein paar Worte zum Thema Kaufberatung loswerden. Grundlegend ist es so, dass Sie bei einem Gusstopf nichts falsch machen können. Zuerst sollten Sie sich die Frage stellen, ob Sie einen beschichteten oder umbeschichteten Topf bevorzugen.

Größe und Volumen hängt von Ihren eigenen Prämissen ab. Mit einem gusseisernen Bräter mit 29 cm Umfang und ca. 5 Liter Volumen sind Sie für den Beginn sehr gut ausgestattet.

Einen wichtigen Hinweis beim Kauf wollen wir Ihnen aber mit auf den Weg geben. Achten Sie darauf, dass der Deckel auf der Innenseite genoppt ist. Wenn Sie den Deckel herumdrehen und auf die Innenseite schauen, sollten da kleine Noppen sein. An diesen kondensiert der aufsteigende Wasserdampf und tropft über das Fleisch (oder was auch immer Sie im Gusstopf zubereiten). Dadurch wird das Essen feucht gehalten und schmeckt umso besser.

Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Topf ein gutes Eigengewicht besitzt. Ist der Topf zu leicht, ist das ein Zeichen auf mangelnde Qualität, weil die Topfwand dann zu dünn ist. Dadurch verliert der Gusstopf seine eigentlichen Vorteile.

Preislich empfehlen wir Ihnen, sich von den billigen Anbietern fernzuhalten. Das Ende der Fahnenstange bilden die Bräter von Le Creuset. Das sind absolut hochwertige Gusstöpfe von bester Qualität. Preislich macht sich das aber auch bemerkbar. Dafür gibt der Hersteller 30 Jahre Garantie. Solch teure Töpfe sind empfehlenswert für wahrlich leidenschaftliche Hobbyköche. Ein guter Gusstopf kann bereits für 100 € erstanden werden.

Gusstopf – Das Fazit

In diesem Artikel haben Sie die wichtigsten Informationen zum Gusstopf gelernt. Es wird also Zeit für ein Fazit. Zunächst einmal wollen wir Ihnen die Vorteile und Nachteile von einem Gusseisernen Topf aufzählen.

Vorteile

  • Wiederstandfähig
  • Kocht sehr effizient
  • Perfekt zum Schmoren
  • Hält sehr lange Warm
  • Gleichmäßige Wärmeverteilung
  • Lässt das Gargut nicht austrocknen

Nachteile

  • sehr schwer
  • Für Kurzgebratenes ungeeignet
  • Groß und unhandlich

Beim Kauf von gusseiserner Töpfen erweitern Sie die Möglichkeiten-Palette Ihrer Kochkünste. Stellen Sie sich vor, Sie verabreden sich mit Freunden oder anderen Familienmitgliedern im Garten zu einem schönen Lagerfeuer. Während alle da sitzen und den Abend genießen, stellen Sie einen Topf ins Feuer und kochen für alle ein leckeres Essen. Da ein Gusstopf die Wärme so gut speichert, können Sie auch auf dem Herd die Hitze sehr weit zurück drehen. So kocht Ihr Essen nahezu von allein und Sie haben einen viel entspannteren Tag. Mit einem Schmortopf aus Gusseisen haben Sie das Gelingen der Gerichte auf Ihrer Seite. Sie benötigen nicht mehr als Zeit und Gelassenheit. Lehnen Sie sich zurück und schauen Sie zu, welche leckere Speisen im Gusstopf von allein entstehen. Freuen Sie sich darauf, neue Rezepte auszuprobieren, beispielsweise Lammhaxe mit Knoblauch und Honig. Mit Kochgeschirr aus Gus, ist das überhaupt kein Problem.